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Was niemand lesen mag

Abmahnung

Was niemand lesen mag, will ich wenigstens gespeichert haben. Es gab schon viele Meldungen dieser Art, man kann es leicht googeln, Stichworte Klima, Ignoranz, Vogel-Strauß-Reaktion, ich weiß nicht was alles… Aber will man es auch lesen?

SZ Klima Gegen die Wand 180515 (2) Foto: DPA

Quelle Süddeutsche Zeitung Dienstag 15. Mai 2018 Seite 11  Gegen die Wand Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber über das Irrsinnstempo, mit dem die Menschheit gerade auf die Katastrophe zusteuert. (Interview: Alex Rühle)

Lesen bedeutet auch: lesen wollen. Nicht nur  das Bild loben und die Tatsache, dass dieses Thema mal wieder angepackt wird. Oder die Fernsehsendung, die darüber Auskunft gibt, weshalb wir ausweichen. Angenommen sie läuft schon: werde ich durchhalten? Was steht im Teletext? Dauert ca 60 Minuten. Die Zeit habe ich nicht. Nicht jetzt. Nicht HIER.

Selbstsabotage
Warum tut der Mensch nicht das, was gut für ihn ist?: Wir wissen durchaus, was gut für uns ist – für unsere Gesundheit, die Umwelt und die Gesellschaft – dennoch handeln wir nicht danach. Warum?

HIER

Aus. Schon vorbei. Niemand muss es lesen. Auch nicht anklicken. Und mir ist genug, es notiert zu haben. Leben Sie wohl.

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Nachtrag 25. Mai 2015 Leuchtzeichen aus Langeoog

Langeoog Klima Familie Recktenwald!!! (Solinger Tageblatt  25.05.18)

Zur Erinnerung: in die Suchleiste (oben rechts) „Langeoog“ eingeben, u.a. hierher

Langeoog News Screenshot 2018-05-25 20.33.00

Screenshot Langeoog News, – mehr zur Initiative Recktenwald: HIER.

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Alles übertrieben?

Man könnte die Situation mit einem leckgeschlagenen Schiff auf hoher See vergleichen. Natürlich gibt es auch neben dieser Havarie Probleme: Das Essen in der dritten Klasse ist miserabel, die Matrosen werden ausgebeutet, die Musikkapelle spielt deutsche Schlager, aber wenn das Schiff untergeht, ist all das irrelevant. Wenn wir den Klimawandel nicht in den Griff bekommen, wenn wir das Schiff nicht über Wasser halten können, brauchen wir über Einkommensverteilung, Rassismus und guten Geschmack nicht mehr nachzudenken.

Quelle siehe ganz oben: Gegen die Wand Schlussabschnitt

Schöner als weiße Weihnachten

Die graue Insel in der Nordsee (oder: was Prägung vermag)

Langeoog Heim ohne Pers

Langeoog JR

1954 (oben) 2014 (unten)

Langeoog Hartmann kl

(Foto: Dieter Hartmann)

Nachtrag 30.12.2014

Wenn auch die Jahre enteilen…

Bielefelder Schullandheim kl P1020533 JR Bielefeld kl P1020532

Erst-Begegnung mit Galloway „Jürn“ (und bald danach mit seinem Herrn Rumbi, von dem die Information über den NDR-Film stammt, in dem er selbst auch auftauchen wird, s.u.):

Galloway P1020524Galloway Schnüss P1020523

(Fotos: E.Reichow)

Da steht Jürn, der junge Bulle, vor zwei Minuten lag er noch da wie für die Ewigkeit, erhobenen Hauptes wiederkäuend, der tiefstehenden Sonne zugewandt. Ein Bild unendlicher Ruhe. Er beachtete uns nicht, er schaute hinaus aus dem Dickicht der Wolle, so lässt sich jedenfalls vermuten, ins Licht. Oder horchte er? Geht dann und wann ein Bild hinein? Oder vielmehr ein Ton? Plötzlich steht der mahlende Kiefer still, das Wiederkäuen hat ein Ende. Da ist ein Ton, kaum wahrnehmbar, ein fernes Flugzeug vielleicht, doch der Zweifel verfliegt: der Ton nähert sich, der Bulle steht urplötzlich auf den Beinen; möglicherweise eher ein Fahrzeug? Ein Traktor, ein Schaufelbagger, eine Art Erntefahrzeug, das Geräusch kommt auf uns zu, der Bulle setzt sich in Bewegung, er eilt, er stürmt in Richtung Zaun, vollführt dort einen Freudentanz. Dem Traktor entsteigt ein kräftiger Landwirt oder so, greift zwei Eimer, die randvoll mit Kartoffelschalen gefüllt sind, dann einen Plastiksack mit trockenen Brötchen und schüttet den Inhalt über den Zaun, wo sich inzwischen auch noch ein zweiter Zottelgeselle eingefunden hat. Die Mahlzeit beginnt, zugleich unser Gespräch. Jawoll, das sind Kartoffelschalen, die kommen aus dem „Seekrug“, Bio-Kartoffeln, genau das richtige für freilaufende Tiere. Der Mann hat offensichtlich bodenständigen Witz und ist auskunftsfreudig: „Haben Sie uns Weihnachten im Fernsehen gesehen? Seitdem fragense einen nämlich immer so aus. Klar können Sie ’n Foto machen, aber nicht fürs Facebook, da halt ich nichts von. Den NDR-Film können Sie sich immer noch ansehen. Ich sach Ihnen genau, wo.“

Heiko Arends (ohne h!) – „man nennt mich hier ‚Rumbi‘ mit Spitznamen“ -, ein freundlicher Mann von hünenhafter Statur, ist Herr über 60 Galloway-Rinder, einen Bullen und den Nachwuchs. Die meisten werden nur 3 Jahre alt, diese beiden hier sind im Frühjahr dran. Dann gehts aufs Festland und bald danach landen sie – im „Seekrug“, großes Lob an den Spiritus rector dort, der alles kann! Und die Tiere hier, die führen ein glückliches, aber begrenztes Leben.

Dies würde in die Rubrik gehören, die mir am liebsten ist (nach Musik): Tiere & Menschen. Siehe auch hier.

DER FILM

„Die zotteligen Rinder von Langeoog“ / NDR Nordseereport / 26.12.2014 / 19:00 Uhr, Ausschnitt 5 Minuten / Autorin Annicka Erdmann. Mitwirkende: Heiko Arends und Michael Recktenwald. Drehorte: Salzwiesen auf Langeoog, Küche und Restaurant „Seekrug“.

Zum Film HIERZum „Seekrug“ HIER Zum Galloway-Rind Hier

Korrektur 3. Januar 2015 14.20 Uhr

Wir haben Heiko Arends, genannt Rumbi, wiedergetroffen, draußen an den westlichen Wiesen, rund 500 m vom Hafen entfernt. Es sind keine Galloways, sagt er, sondern Highland-Rinder oder Bullen. („Galloways haben keine Hörner!“) Weder der Film noch der falsch gesetzte Wikipedia-Link konnte meinen Irrtum aufklären. Man hört kaum, was man schon zu wissen glaubt. Außer wenn Rumbi es korrigiert. Jetzt also zum Highland Cattle bei Wikipedia HIER.

Langeoog Highland Fans

Der Mann, der alles übers Highland Cattle weiß. Bitte anklicken. (Verzeihung fürs Foto im Blog! Nachklapp zum Film. Hier mit B.St. und JR, Foto ER).