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„One Dance“ (ein Versuch)

Entwurf für ein ethnologisches Proseminar

In diesem Zweig der Ethnologie bin ich natürlich selbst blutiger Anfänger. Habe mich einfach spontan eingetragen, bei mir selbst. Es soll nichts als ein Einstieg sein. Der Kleine E. hat das nicht gewollt, aber in dem Moment, als ich sah, dass getanzt wird, was er hört, war mir klar, wozu das gut ist. Kontrolle, Eingrenzung, Aneignung, Mimesis. Vor jedes dieser Worte könnte ein Psychologe das Wort Trieb mit Bindestrich setzen. Aber ich lehne diese Psychologie ab, – sobald es vorrangig mit Körper zu tun hat, der ohnehin Bewegung will. Und zwar eine kontrollierte Bewegung, die tendenziell nie endet. Dummerweise hatte ich gerade das nicht geahnt. Denn es hat nicht mit Ahnungen zu tun, es liegt auf der Hand bzw. unter dem Fuß.

Zunächst aber: Wer ist Drake? Siehe hier. Der gesuchte Titel steckt hier drin. Bitte hören:

Hier  Zum Begriff „zumba“ (es ist also noch kein Tanz, sondern eine Fitnessübung…)

Dasselbe als bloße Musik-Übung (ohne Fitness-Zweck), bei der es aber nicht bleiben kann, also insgesamt 7 Aufgaben:

1) Nur auf die Musik hören! Fragen stellen, z.B.: Wie sind in Relation zum maßgebenden Puls die Klavierakkorde platziert? und wie die Singstimmen? 2) Und noch einmal: Ist es gut in Bewegung umgesetzt? Oder relativ arm an Varianten? 3) Den Text analysieren, mit angemessenen Mitteln „verstehen“. Ist er hier überhaupt korrekt notiert?  4) Zeitraubend, aber unverzichtbar: die genaue Notation der Musik 5) Die nächste Musik-Version anklicken, sie stammt von Travis Garland, – was ist ein Mash-Up? 6) Danach geht es wieder um die Bewegung, deren Reiz durch die synchrone Verdreifachung gesteigert ist. 7) Und schließlich folgt die Analyse bestimmter Schrittfolgen.

Hier die Illustration der Aufgaben 5), 6) und 7)

Wer ist Mike Peel? Siehe hier .

Drake selbst bewegt sich eher unspektakulär, weicher, weichlicher. Oder soll ich sagen: abstrakter?

Drake Screenshot 2016-09-02 17.36 HIER

Dank an Emi!