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Ein Statement über Märchen 3. Nov. 2019

Michael Köhlmeier:

25:40 Ich glaube, es ist kaum einer Literaturgattung soviel unrecht getan worden wie dem Märchen. Das ist natürlich auch mit die Schuld der Grimms, die ich überaus bewundere. Es gibt kaum Autoren des 19. Jahrhunderts, die ich mehr bewundere als diese beiden, aber dass die Märchen auf die Kinder abgeschoben worden sind, – waren sie ursprünglich nicht, sie haben mehr mit einer Vorform der Psychoanalyse zu tun, die Märchen, als mit Geschichten für Kinder. Das zeigt sich auch ganz deutlich: es sind manche Geschichten, die sind so grauenhaft, manche Märchen, die man Kindern nicht zumuten will, aber man kann sie ihnen doch zumuten, weil es halt so ewige Geschichten sind. Ich glaube, wir tun der Gattung Märchen keinen Gefallen, wenn wir sagen, die sind für Kinder, und wenn wir dann aber das siebte Lebensjahr überschritten haben, dann sind sie nicht mehr interessant, das ist glaube ich nicht wahr. Das glaub ich nicht. 26:29 (Denis Scheck:) Jetzt müssen wir noch ein Wort über die Illustration verlieren, Sie sagen, Ihre Märchen sind im Grunde Ausdeutungen von Bildern, Nikolaus Heidelbach, der wunderbare etc.

Quelle (hier)