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Alte Tanzfiguren

Auf dem Boden und in den Noten

Nicht ohne Grund lasse ich diesen Volksmusik-Beitrag auf den Hiphop-Exkurs folgen. In der Realität sind mir die Themen in umgekehrter Reihenfolge begegnet. Am Dienstag das eine (Drake), am Mittwoch das andere (Dahlhoff).

(Den Einstiegsfilm oben verdanke ich dem folgenden Link, ich fand ihn hinreißend und wüsste gern, wo in Frankreich er aufgenommen wurde; er hat mit Dahlhoff nur mittelbar zu tun.)

Über die Sammlung Dahlhoff aus Westfalen und Bal Folk in Köln siehe HIER

ZITAT

Die Familie Dahlhoff war eine Küsterfamilie [sic! nicht etwa Künstlerfamilie, dies jedenfalls nur im Nebenberuf), die in Dinker bei Hamm / Westfalen lebte und zu ihrer Zeit auch populäre Tanzmusik sammelte. Vater Heinrich Dahlhoff lebte 1704 bis 1764. Der Sohn Dietrich begann erst 1767 das musikalische Erbe zu sammeln (…). Es soll sich ausnahmsweise nicht um eine konservierende Sammlung gehandelt haben, sondern um Material, das offenbar dauernd in Gebrauch war (über einen Zeitraum von 150 – 200 Jahren!), und das im Mikrokosmos eines kleinen Dorfes.

Weiterlesen, recherchieren und nachspielen mit Hilfe des oben gegebenen Links!

Fuhr Musik Werner & Monika c Fuhr Musik Werner g

Fuhr Musik Noten Fuhr Musik JR Werner & Monika g

Besuch am Mittwoch, 31. August, beim Ehepaar Monika & Werner Fuhr, Nähe Köln.  –     Dr. Werner Fuhr, ehemals WDR Köln, 40 Jahre Kollege und Freund. Von ihm kamen die Dahlhoff-Anregungen und die Noten auf unseren Pulten. Ein unvergesslicher Nachmittag des Wiedersehens und Verstehens. (Fotos: E. Reichow)

Nachtrag zum Einstiegsfilm ganz oben: Ich liebe die Musiker. Haben Sie bemerkt, dass es zwei Fiddler sind? Man hört die Dopplung und man sieht am Anfang die linke Hand des zweiten. Ich liebe die „unendliche Melodie“, in Gestalt der „ewigen Wiederkehr“, aber auch den Akkord, der zum erstenmal in 0:11 zu hören ist: er zeigt, dass unterhalb des Grundtons ein Ganzton steckt, über ihm ein Dur-Dreiklang (Wechsel D-dur / C-dur). Die strikte Wiederholung passt zum steten Wechsel der Tanzfiguren. Zu beachten der Melodiewechsel ab 1:41. Vergleich mit afghanischer Ballade (aus Kunduz), „Laili und Majnun“, Network-CD Tr. 6.

(Fortsetzung folgt)