Burundi 1967

OCORA ermöglicht eine Wiederbegegnung mit den alten Königstrommeln

Man kann Einzeltitel anspielen HIER (beginnen mit Tr.12) Aber Tr.1 u.a. nicht vergessen: Flüstergesang zur INANGA-Zither!

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Wie ist die Lage in Burundi heute? Zur Einführung siehe Wikipedia hier. Auch separat zur Geschichte Burundis.

Wann habe ich die Musik kennengelernt? Ich war immer wieder elektrisiert durch diese präzisen, aber unberechenbaren Rhythmen und hatte ein solches Ensemble für den WDR einladen wollen (fürs Festival auf dem Domplatz). Wenn ich recht erinnere, kam damals das schreckliche Gemetzel dazwischen, mit dem ich mich jetzt nicht beschäftigen will. Sonst sagt man leicht: wer sich für diese kraftstrotzenden Trommeln begeistert, steht ohnehin auf der falschen Seite. Falsch! (Nachzulesen hier.) Es muss also wohl 1994 gewesen sein.

Die Aufnahmen dieser CD stammen aus dem Jahr 1967. Wer heute Vergleichbares auf youtube sucht, bekommt anhand der Laien-Filme eine ungefähre Vorstellung von dem, was sich visuell und physisch abspielt, wie also die Wechsel zwischen Solisten und Gesamtgruppe verlaufen, welche Bewegungen man sich bei den Tänzern vorzustellen hat und dass die Stimmen und Gesänge von den Mikros kaum zu erfassen sind, vor allem fällt aber noch folgendes auf: eine solche Wucht der Rhythmen, eine solche Genauigkeit in ihrer Unregelmäßigkeit wie damals findet man – soweit ich sehe – in keiner neueren Dokumentation wieder. Ich spreche nicht vom Show-Charakter, der bei Vorführungen in westlichem Umfeld unvermeidlich ist, – das könnte allenfalls zu einer Übertreibung des Circensischen führen -, aber was mich stört, ist gerade der Charakter einer Verharmlosung des Kraftaktes in den Trommeln. (Ich spreche nicht von den Sprungleistungen der Athleten. Und ohnehin: ich kann mich in der Beurteilung vollständig irren!)

(21.4.24 Ersatz) nur Ton: hier plus video info hier

Einen gut informierten und informierenden Text von Ulli Langenbrinck über die Burundi-Trommler, die tatsächlich im Mai 2013 auch in Köln waren (im Gegensatz zu mir), liest man im Programmheft der Kölner Philharmonie HIER. Für mich wäre ein weiterer Schritt der Versuch, jetzt die Regel der unregelmäßigen Rhythmen zu erkunden.

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Gesagt, getan. Eine erste, sehr provisorische Skizze liegt vor, ich glaube, dass ich der Sache so näher komme: die Vierergruppen sind rein heuristisch gedacht, nicht um eine divisive Auffassung der Zeit festzuschreiben. Vermutlich kommt man zu einer anderen, pausibleren Lösung, wenn man den additiven Vorgang darzustellen sucht. Die Skizze wird im Laufe der Arbeit mindestens einmal ausgetauscht. Es wäre mir lieber, ein  anderer Forscher hätte diese Notation für mich erledigt, so wie Johannes Behr im Fall der Malinke-Trommeln, die ich nicht genug rühmen kann!!! (WERGO-CD). Brauchbare Idee: ab demnächst stelle ich mir die Vorlage der Skizze mit Hilfe des Buchstabens o her. Folgendermaßen: oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo

Ganz anders liegt der Fall beim Chant à voix chuchotée, dem Flüstergesang Tr.1 u.a., dazu gibt es eine Riesenhilfe, mehr als 40 großformatige Seiten einer musikethnologischen Analyse: Issues of Timbre: The Inanga Chuchotée von Cornelia Fales.

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Man ahnt, wohin die Reise geht. Es lohnt sich…

Am interessantesten fand ich den Hinweis, dass zuweilen auch dazu getanzt wird. Ein subtiler und graziöser Tanz, eher von fließendem als von scharf rhythmischem Charakter. Möglichst von Frauen getanzt, mit gewundenen, geschmeidigen Armbewegungen und gebogenem Nacken, dazu kleinen, eigenständigen Bein- und Fußbewegungen – ein Tanz, der von Murundi-Beobachtern als katzenhaft beschrieben wird.

Ausblick 27. Dezember 2016 dpa-Meldung betr. Nigeria

nigeria-vogels-a Solinger Tageblatt