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Meine Zeit der Trios (IV)

Beethoven 1986-1988

Es handelt sich um Texte, die ich damals für die Aufnahmen des Abeggtrios geschrieben habe, bzw. für die Firma Intercord, die sie auf Schallplatte herausgab. Als diese Firma ihre Klassikproduktion einstellte, wurden die Aufnahmen bei der Firma TACET übernommen. Möglich wurde dies, weil der Tonmeister, der für Intercord produziert hatte, Andreas Spreer, zugleich Gründer und Firmenchef der Tacet-Produktion war und ist. Dort sind auch die CDs nach wie vor zu beziehen, erreichbar unter dem Link hier.

Das Tempo, das Zeitmaß, die Wiederentdeckung der alten Zeitvorstellungen, all das war damals akut, als z.B. unsinnige Theorien über eine prinzipielle Verlangsamung aller „schnellen“ Tempi in Umlauf kamen. Das Argument von der Postkutsche, die angeblich auch die musikalische Tempovorstellung leitete, der Gedanke, dass man die überlieferten Metronomzahlen halbieren müsse, weil zwei Schläge früher für eine Zählzeit gegolten habe. Das Abeggtrio dagegen hielt sich strikt an die Tempi, die sich vernünftigerweise aus den Ausführungen des Beethovenschülers Carl Czerny entnehmen ließen. Dieser Exkurs zum Tempo gehörte daher zum Text der CD I ebenso wie zu CD IV; außerdem gab es längere werkbezogene Zitate aus der Schrift, die Czerny 1842 „Über den richtigen Vortrag der sämtlichen Beethoven’schen Klavierwerke“ herausgebracht hatte.

Die im Booklet beigegebenen Ausführungen von Czerny (Aus: „Carl Czerny „Über den richtigen Vortrag der sämtlichen Beethoven’schen Klavierwerke“ (Faksimilereproduktion der bei Diabelli u. Comp., Wien 1842, erschienenen Ausgabe):