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Denkwürdiges Plakat

Nachtmusik im WDR 1971

Nachtmusik im WDR

Die erste Saison der erfolgreichen Konzert- und Sendereihe, erfunden von Dr. Alfred Krings, realisiert gegen allerhand Widerstände. Allein schon die Tatsache, dass am Wochenende gearbeitet werden musste. (Krings arbeitete immer am Wochenende. Aber nun auch die Technik und festangestellte Mitarbeiter des Hauses.) Für mich von größter Bedeutung: die beiden RAGA-Termine, die mein Indien-Lehrer Josef Kuckertz moderierte; ich war noch freier Mitarbeiter des WDR („fester freier“), hatte im Frühjahr bei Prof. Josef Kuckertz promoviert, der auch schon Aufnahmereisen in Indien für den WDR gemacht hatte (mit Toningenieur Siegfried Burghardt; dieser saß daher auch in den indischen Konzerten immer am Mischpult). Für die Probe mit Chitti Babu gab es eine Live-Schaltung ins damals sehr populäre Mittagsmagazin, Hanns Otto Engstfeld als Reporter). Es war ein „Knaller“ im Kleinen Sendesaal. Chitti Babu war vorher auch in Donaueschingen, nur dieser Auftritt blieb in Erinnerung, auch die bei Harmonia Mundi produzierte LP wurde der Öffentlichkeit nicht recht vermittelt, nur im WDR blieb der Künstler über Jahrzehnte unvergessen.

Die nächste Raga-Nachtmusik am 23. Oktober 1971 präsentierte Musik aus Nordindien: Nikhil Banerjee, den vielleicht bedeutendsten Sitar-Spieler in einem hervorragenden Konzert. Nur der damals in Stuttgart wirkende Produzent Gopinath Nag hatte die Energie, dem WDR in den 90er Jahren einige der denkwürdigsten Ton-Dokumente für die Veröffentlichung „abzuringen“.

Nikhil Banerjee 1971