Europa-Rechte Aufruf

Eben unterzeichnet!

Der Autor Ferdinand von Schirach in eigener Sache:

Als ich um 15.00 Uhr den Aufruf unterzeichnete, gab es dort 124.584 Unterschriften. Als ich nach etwa 5 Minuten alles Inhaltliche zur Kenntnis genommen hatte und die Seite noch einmal neu aufrief, waren es 124.731.

Zum ersten Mal gehört hatte ich von der Initiative in der Lanz-Sendung vorgestern; gestern war das kleine Buch in meiner Buchhandlung vergriffen, heute aber bereits wieder eingetroffen.

Die entsprechende Web-Seite findet man hier. Inzwischen – nach etwa 15 Minuten – steht das Register bei 126.372.

Abends gegen 22.00 Uhr bei 139.789.

Wann sind Sie dabei?

Nachwort

Verschiedentlich hörte ich: das ist zu einfach, damit kommt man nicht durch – wie bitte? Haben Sie sich denn schon hingesetzt und nachgedacht, wie es wohl ginge? Haben Sie den Text des Büchleins schon gelesen? Es kostet doch nur 5 Euro. Was ist uns unsere Zukunft wert? Sehen Sie: so geht es los, das Denken, so:

Ferdinand von Schirach

JR / Wir haben den 16. April bald 15 Uhr, alles ist wie gestern, aber inzwischen liegt die Zahl der Unterschriften bei 148.292 … abends gegen 22:00 Uhr über 152.000.

Zufall?

„Ökozid“ soll Straftatbestand werden (Frankreich)

hier https://www.tagesschau.de/ausland/europa/frankreich-oekozid-101.html

Falls Sie noch Beispiele suchen, die auch überall in Europa vorkommen könnten, ob in der Nordsee oder in den Karpaten:

Ölbohrungen im Naturschutzgebiet: Namibia und Botswana in der Kritik hier

vgl. auch im folgenden Beitrag über dasselbe Vorhaben den Link zu den SHELL-Aktivitäten in Nigeria hier

P.S. 7. Mai 2021

Natürlich gilt auch nach der Unterzeichnung dieses Aufrufs kein Denkverbot. ZITAT:

Ein vom Schriftsteller Ferdinand von Schirach mitinitiiertes Manifest fordert ein „Recht auf Wahrheit“ gegenüber Amtsträgern. Was zunächst nach einem Segen für die Demokratie klingt, wäre nach dem Politikverständnis Hannah Arendts jedoch das genaue Gegenteil.

So ein lesenswerter Beitrag im philosophie magazin hier

Weiteres zur Problematik des Begriffs der Wahrheit in der Politik siehe in dem Artikel: Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners Der Philosoph und Physiker Heinz von Foerster im Gespräch mit Bernhard Pörksen / 16. Januar 1998 in DIE ZEIT 04/1998 online hier.

Nachtrag am 14. Mai 2021 (heutiger Stand 207.432 um 6.50 Uhr)

Es lohnt sich, zur Klärung einiger Punkte, die hier vielleicht noch problematisch erschienen, die gestrige Markus-Lanz-Sendung nachzuhören und zwar ab 1:00:12 bzw. genau 01:01:06. Ferdinand von Schirach:

„Grundrechte“ legen ja in einer Gesellschaft den alleräußersten Rahmen. Wie dann innerhalb dieses Rahmens verhandelt wird, also was wir an zusätzlichen Gesetzen machen, an neuen Verordnungen, das ist der Politik vollkommen frei überlassen. (folgt Thema „Wahrheit“) …wissen wir alle, dass Politik ohne Lüge überhaupt nicht vorstellbar ist. Hat es nie gegeben. Beispiel: ein Staatsbürger der Bundesrepublik wird im Jemen entführt, es wird verhandelt, und es geht nun darum, dass der Sprecher der Bundesregierung sagen darf: ne, wir verhandeln nicht oder : wir haben kein Lösegeld bezahlt – um die Verhandlungen oder spätere andere Fälle nicht zu gefährden, – das wird es immer geben, ist auch vollkommen in Ordnung. Hannah Arendt: Lügen waren früher etwas wie Verbergen, und heute ist es wie Vernichten. Es geht also um die systematische Lüge. Und die immer immer immer wiederholte Lüge. Das beste Beispiel dafür ist Donald Trump: Alle Gerichte in den USA, egal wo er war, haben gesagt: du hast die Wahl verloren, du hast keine Argumente vorgebracht, 1:02:52 bis (betr. Algorithmen: am Ende muss immer ein Mensch entscheiden!) 1:08:43.