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Welcher Marcuse?

Ein SZ-Artikel, der mich glücklich macht

Süddeutsche 30.07.21

Ich habe keinen Augenblick gezögert, um gewiss zu sein, um welchen Marcuse es sich handelt. Natürlich steht dort auch Ludwig und nicht Herbert, der mich ebenfalls fasziniert hat, aber das war damals ja üblich. Rund um die 68er Jahre eben. Als man plötzlich den „Muff unter den Talaren“ wahrnahm. Und nun bin ich froh, daran erinnert zu werden, welchen Eindruck damals zwei seiner Bücher auf mich gemacht haben: „Pessimismus“ und „Obszön“. Ein ganz großer Aufklärer!

wer war ich 1963?

  .    .    .    .    .  .    .    .    .    . auch in Radiosendung! die falsche Einschätzung, dass dies privat, anderes aber gesellschaftlich gelte…

Was in meiner Erinnerung eng dazugehört (lebhafteste Diskussionen):

Der andere Marcuse 1969 (was ist Wahrheit?)

 

Es lohnt sich, diese Literatur zu reaktivieren und mit dem heutigen Stand in Beziehung zu setzen (siehe z.B. „Die Gesellschaft der Singularitäten“ hier). Es wäre dumm zu sagen, das spiegelt eine abgetane Gesellschaft des Ost-West-Konfliktes, hängt einer kommunistischen Utopie an, das eigentliche Problem war damals schon die Zerstörung der Ressourcen im weitesten Sinne. HM beginnt mit der atomaren Bedrohung, heute wird man mit der realen Gefahr der Klimakatastrophe beginnen, aber die andere besteht nach wie vor! Prinzipiell gleich ist aber auch die Verweigerung eines Umdenkens: die Ideologie des Wachstums wird gesellschaftlich einvernehmlich nicht in Frage gestellt. Die mentalen Mechanismen gelten nach wie vor.

Stopp! – Wüssten Sie, wie etwa der Gedanke weitergeführt wird?

S.23

Quelle Herbert Marcuse: Der eindimensionale Mensch / Studien zur Ideologie der fortgeschrittenen Insustriegesellschaft / Luchterhand Neuwied und Berlin 1967 / s.a. Wikipedia hier