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Das Fremde domestizieren

Gezähmter Gepard

Quelle: Gemeinfrei aus Wikipedia hier „Cheetah with Two Indian Attendants and a Stag“ Gemälde von George Stubbs (1724-1806)

Über die Jagd mit Geparden hier

„Cheetah“ (Gepard) in Wikipedia hier

ZITAT

Dabei spielten sowohl im „Zentrum“ wie in den Kolonien bei den für die Expansion Verantwortlichen und den von ihr Profitierenden rassistische Überzeugungen, die unter dem Eindruck von Darwinismus und Evolutionismus zu einem biologistischen Rassismus mutierten, eine große Rolle, außerdem Zivilisierungsmission, erzieherisches Sendungsbewusstsein, Exotismus, Orientalismus, die angebliche kulturelle, moralische und technische Überlegenheit des „Westens“, Herrschaftswissen und Freihandelsimperialismus. Es war sein Ordnungsanspruch, der den hegemonialem Zugriff des britischen Weltprimats erzeugte. Das „Andere“ wurde als defizitäres Zerrbild entworfen, das Gegensatzpaar „Orient“ und „Okzident“ war ein Konstrukt der Herrschaftsrhetorik. Indem das Empire über Zwang und Konsens nach innen integrierte und Identifikationen für alle gesellschaftliche Schichten anbot, erklärte es sich in seiner kulturellen Autorität für allgemeingültig.

Das Fremde zu domestizieren, steht für eine sich als überlegen begreifende Herrschaft. Es zudem nutzbar und aus unfruchtbarem Boden einen Garten Eden zu machen, gleicht einer religiös überhöhten Handlung. Das gilt auch für Tiere als Agenten des Empire. Im königlichen Wappen halten Löwe und Einhorn den Schild, das Pferd diente den Kolonialbeamten weit mehr als nur zur Fortbewegung, und Tierschauen – neben den „Völkerschauen“ – und der 1828 eröffnete Londoner Zoologische Garten genossen große Popularität. Die Bevölkerung der first city holte sich das Exotische gewissermaßen nach Hause. Wer nicht auf die Jagd ging und Distanz zwischen Kolonisatoren und Kolonisierten hielt, der zähmte. George Stubbs hielt dies in seinem Gemälde A Cheetah and Stag with Two Indian Attendants (1765) fest.

Quelle Benedikt Stuchtey: Geschichte des Britischen Empire / C.H.Beck München 2021 (Zitat Seite 12)

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ca. 1602 — The Maiden and the Unicorn by Domenichino – Image by © Alinari Archives/CORBIS + gemeinfrei bei Wiki Zum zeitlosen Thema Einhorn (Pferd?) hier und hier (Einhorn / Schottland s.u. „Wappen“).

Über das Wappen und die Devise des Hosenbandordens: hier

Im Solinger Tageblatt heute (28.4.) das aktuell umgrenzte Thema:

P.S. Thema Brexit / Dazu – nicht vergessen:

Brexit India

darüber hier .    .    .    .    .