Goebels Neuer Bach

Atemberaubend: die Brandenburgischen Konzerte

Goebel Bach 2017 Cover a

Goebel Bach 2017 Inhalt

Über Christian Ludwig von Brandenburg-Schwedt HIER / Über Michael Mietke HIER

  • … sowie ein blau mit silber laquierter Flügel, von Mitcken, mit zwey Claviere“ im Wert von 130 Gulden. / Dieses letztgenannte Instrument dürfte einer der Schlüssel zur Deutung und zum Verständnis der Konzert-Sammlung sein. Die im Querformat geschriebene Dedikations-Stimme war für den Cembalisten bestimmt, dessen bewegte, aber keineswegs unspielbar schwere Solo-Partie im Concerto V in größeren Notenzeilen notiert, Bachs tiefster Kotau vor dem Markgrafen ist, den wir uns durchaus als musikalischen Primus inter Pares hinter seinem sündhaft teuren Mietke-Flügel vorstellen sollten. / Wie das Partitur-Autograph selbst, bestätigt durch den Vergleich mit einem auf frühere Überlieferung zurückgehenden Stimmensatz, deutlich zeigt, unterzog Bach dieses jüngste der Konzerte – was zu einem späteren Zeitpunkt durchaus den Tatbestand eines Reisekonzerts für ihn selbst am Cembalo, Wilhelm Friedemann mit der Violine und Carl Philipp Emanuel mit der Flöte erfüllen wird – unter währender Schreibarbeit ständiger Präzisierung. So wurde nicht nur die Violoncello-Stimme neu gefasst, sondern vor allem aus der ursprünglich 18-taktigen Kadenz jene 64-taktige geformt, die unter dem Vorwand, den musizierenden Fürsten einmal prominenter als alle anderen Solisten herauszustellen, als „Stück im Stück“ nicht unbedingt überzeugt – zumindest problematisch bleibt!
  • (ZITAT aus Reinhard Goebels im Folgenden wiedergegebenen Booklet. Weiterzulesen mit Hilfe jeweils eines Klicks.)

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Wiedergabe des Textes ©Reinhard Goebel mit freundlicher Erlaubnis