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Wie man nach 1933 ein Heim gestaltete

Zeitlosigkeit

Dies war der Stil der Zeit, so wohnte man. Und einige Möbel, angeschafft in Greifswald Ende der 30er Jahre, hatte meine Mutter noch bis zu ihrem Tod 2006. Sie war stolz auf die Schlichtheit und nannte den Stil „zeitlos“. Den Gebrauch des Wortes „deutsch“ im Sinne des hier wiedergegebenen Werbe-Prospektes habe ich bei ihr nie erlebt:

Schlichter, schöner Hausrat ergibt ein Bild heiterer Wohnlichkeit. (Seite 2)

Die Deutsche Arbeitsfront ist bestrebt, nicht nur den Arbeitsplatz des schaffenden deutschen Menschen zweckmäßig, licht und schön zu gestalten, sondern in gleicher Weise auch seine nächste Umgebung. (Seite 3)

(…)

Wer die köstlichen Schilderungen und Bilder deutscher Wohnstuben aus der Zeit um 1800 betrachtet, wird schwer verstehen, daß es nur einer Generation bedurfte, um hier fast alles zu zerschlagen. (Seite 6)

(…)

Helfen wir, daß auch unsern Kindern dieses Glück zuteil wird, aus einer Brunnenstube deutschen Familienlebens tapfer hinauszuziehen in die Arbeit und das Schaffen. (Seite 6)

Wohnstube 1935Wohnen Seite 2Wohnen VorwortWohnen Vorwort 1935Wohnen b Küche 1935Wohnen Text c 1935 Wohnen 7Wohnen 8Wohnen 9Wohnen 10Wohnen 11Wohnen 12Wohnen 13Wohnen 14Wohnen 15Wohnen 16Wohnen 17Wohnen Küche 1935Wohnen 19Wohnen 20Wohnen 21Wohnen 22Wohnen 23Wohnen 24Wohnen 26Wohnen 27Wohnen 28Wohnen 29Wohnen 31Wohnen Möbel letzte Seite

Fragment aus den Erinnerungen meiner Mutter:

Wohnen Möbel GR-Eintrag

Wohnen Möbel GR-Eintrag f kurz

Greifswald Am Georgsfeld 65

Unser Heim kl Unser Heim

Unser Heim Deine Ecke Jan in der Sofaecke

Unser Heim Esstisch Unser Heim Flügel

Unser Heim Schrank Unser Heim die Restfamilie

Das gemütliche Heim: der Platz am Flügel bleibt leer, ebenso wie der Platz am Schreibtisch: die deutsche Restfamilie und der Krieg (Ende 1942).

(Fortsetzung des Themas HIER.)