Kategorie-Archiv: Afrika

Ein Tor zur arabischen Welt

Marokko aus der Vogelperspektive

Wikipedia Artikel HIER

 Nachspann-Screenshots JR Namen zur Musik im Nachspann

Bericht zum Start des Films in „Libération“ 21. Juni 2017  hier

Ein Film von Yann Arthus-Bertrand (2017), über ihn Wikipedia (deutsch) hier

Musik: Armand Amar
Sprecher: Ali Baddou

Erste Station: Meknes hier

 ab 17:20 Atlas – Sahara

Zweite Station (18:00): Asilah hier

Dritte Station (21:20): Rabat hier

Vierte Station (24:50) bzw. (27:26): Casablanca hier (Fischer ab 30:00)

 ab 34:38 Essaouira – Laâyoune

Fünfte Station (35:10): Essaouira

Sechste Station (42:10): Laâyoune

Siebte Station (45:20): Dakhla hier

Achte Station (46:40): Amtoudi hier

Neunte Station (53:20): Marrakesch hier

Zehnte Station (1:01:10): Telouet hier

Elfte Station (1:11:50): Chefchaouen hier

Zwölfte Station (1:13:25): Tanger hier

Ende: 1:18:48

*    *    *

Für mich ist dies die Erinnerung an die erste Begegnung mit der arabischen Welt im April 1967. Die Wende meines Lebens, vorher zuhaus und dann mit dieser Reise. Es war die laue Luft am Flughafen Rabat, aus der Empfangshalle hinaustretend sah ich die unter Orangenbäumen hingelagerten Gestalten, in antiken Gewändern, als hätten sie seit Jahrhunderten auf uns gewartet. Später auf einem Markt, der singende Rubabspieler, das Gastmahl in der Altstadt von Meknes, Couscous mit gebratenen Tauben, die einzelnen Bissen mit den Händen zu formen, von riesigen silbernen Tellern. Wasserpfeife. Als „Nachtisch“ kleine Brötchen, angeblich mit eingebackenem Haschisch, ohne jede Wirkung. Das kommt erst nach einigen Malen, hieß es. Nur Erich Lehninger, der gern übertrieb, sagte: Ich fühle mich phantastisch! Arabisch-andalusische Musik wurde mir erst Jahre später ein Begriff. Die Nouba Ed-Dhil in Tunis. Ein Narkotikum lag in der Luft, in der Geräuschkulisse, dem Klang der arabischen Sprache und der arabischen Musik.

 Der Anfang der Reise (bis 24.4.67)

Ich hatte keine Ahnung, dass mein Leben jetzt eine andere Richtung nahm.

 Kairo 10.4.67

Wieviele werden kommen?

„Sie werden aus Saba alle kommen“

ZITAT (ein syrischer Komponist, der seit 18 Jahren in Deutschland lebt)

Zuerst ist es die logische Folge, die ich gerade sehe; vor 15 Jahren oder so habe ich es von meinem Vater gehört, er meinte, das wird so sein: Die werden kommen, die werden alle kommen, so wie bisher funktioniert’s nicht, die werden alle kommen. Es geht nicht mehr um Flüchtling und Asyl oder so, es wird eine Völkerwanderung geben. Er meinte, so wird’s nicht bleiben, die werden kommen. Das ist keine Prophezeiung, das ist wie gesagt eine logische Folge. Eins.

Das zweite Gefühl ist: was kann man mit diesen armen Menschen jetzt anfangen? Ich weiß es wirklich nicht, ich sehe sie überall. Es gibt diese Art unsichtbare Verbindung zwischen den Leuten, die aus Syrien, Libanon und Irak kommen und mir, obwohl ich jetzt seit mehr als 18 Jahren weg bin von der Heimat.

Und das dritte … es ist peinlich zu sagen – aber: Ist das wahr, dass wir auf diesem Niveau landen [müssen]? Denn ich kann jetzt nicht darüber sprechen, dass sie nur Opfer sind. Auch über mich, ich spreche jetzt auch über mich, obwohl die Umstände verschieden sind, damals und jetzt, aber … in einer Kette. Und ich schäme mich ein bisschen. Ist das wahr, dass wir auf diesem Niveau landen? Dass wir so zerstreut sind überall hin … dass es bei uns an sehr vielem fehlt und wir wirklich keine Basis für eine Heimat, ein internationales Gefühl haben, überhaupt kein nationales Gefühl… Und allmählich verstehen wir mehr und mehr, aber leider immer zu spät. Wir sind keine Philosophen, um das Ganze zu verstehen.

Ich habe das Interview, das Wolfgang Hamm 2015 mit Saad Thamir geführt und in einer WDR-Sendung veröffentlicht hat, im Dezember 2016 aufgeschrieben und  in einem Artikel festgehalten (hier), einiges ist mir für immer ins Gedächtnis gegraben, gerade in dem schwermütigen Tonfall des Mannes, den ich bei einem Dreiergespräch im Café des Kölner Museums Ludwig auch persönlich kennengelernt hatte.

Später habe ich die Bach-Kantate 62 „Sie werden aus Saba alle kommen“ rekapituliert und in den neuen Zusammenhang hineinphantasiert: hier.

Und es jetzt fiel mir all dies wieder ein, als ich in der Wochenzeitung „DIE ZEIT“ den Artikel „Wir schaffen es nicht“ las (27. September 2018). Der Autor Stephen Smith, der an der Duke-Universität in den USA Afrikanistik lehrt, hat ein Buch geschrieben, das Emanuel Macron zur Pflichtlektüre erklärte: „Nach Europa! Das junge Afrika auf dem Weg zum alten Kontinent“. Es wird in diesen Wochen auch in Deutschland erscheinen.

Dem ZEIT-Interview nach sagt er – ausgehend vom Asylkompromiss der großen Koalition in Berlin -, Europa müsse schon innerhalb der nächsten 30 Jahre mit 150 bis 200 Millionen neuen Einwohnern mit afrikanischem Migrationshintergrund rechnen.

ZITAT (Stephen Smith)

Die Lage lässt sich einfach beschreiben. Es gibt heute 500 Millionen Westeuropäer, auf der anderen Seite des Mittelmeers leben 1,3 Milliarden Afrikaner. Schon im Jahre 2050 werden es 2,5 Milliarden Afrikaner sein. Und zwar sehr junge Afrikaner, zwei Drittel von ihnen werden unter dreißig sein. Die Westeuropäer werden dagegen sehr alt und nur noch 450 Millionen sein. Schon die nackten Zahlen lassen also einen ungeheuren Migrationsdruck erkennen.

Quelle DIE ZEIT 27. September 2018 Seite 50 „Wir schaffen das“ Millionen kommen, doch es kümmert niemanden: Der US-amerikanische Afrikanist Stephen Smith über den bevorstehenden Ansturm afrikanischer Flüchtlinge auf Europa /  Interview: Georg Blume.

Um diese Zahlen bedrohlich zu finden, muss man nicht der AfD angehören. Natürlich sieht Smith das nicht anders als jeder Mensch, die die Zukunft nicht rassistisch, sondern realistisch ins Auge fasst. Stephen Smith:

Ich glaube mit Hans Magnus Enzensberger, dass man sich nicht vor Applaus vn der falschen Seite fürchten darf. Aber Marine Le Pen hätte meinem Buch einen anderen Titel gegeben: „Die schwarze demografische Bombe“ zum Beispiel. Sie hätte damit Angst schüren wollen. Das liegt mir fern. In Frankreich lebten in den 1920er Jahren nur 3000 Schwarzafrikaner, heute sind es Millionen. Trotzdem sage ich: Frankreich ist immer noch Frankreich.

Angst zu schüren ist ein probates Mittel der rechten Politik. Und ich sage auch nicht, was schert mich das Jahr 2050, dann bin über 100 Jahre und werde, auch wenn ich Glück habe (oder wie soll ich das nennen?), nicht mehr viel bewegen. Aber eins weiß ich heute schon: nicht die Schwarzafrikaner in Europa werden unsere Enkel beunruhigen (nebenbei: die beiden besten Freunde meines Enkels haben schwarzafrikanische Eltern), sondern die globalen, klimatisch bedingten Katastrophen werden die Menschheit insgesamt in Schrecken versetzen.

Ich werde überhaupt keine Analyse, kein Buch mehr ernst nehmen, das den Klimawandel ignoriert, jedoch die Bevölkerungsverschiebungen durch Migration als Hauptproblem der Zukunft beschreibt.

Bevor ich mich weiter dem Smith-Interview widme, registriere ich eine andere Sicht der gleichen Probleme, eine „linke“ Sicht (wobei zu vermerken ist, dass die „bürgerlichen“ Zeitungen zumeist eine Zahl-Schranke vor dem online-Portal präsentieren), nämlich hier.

Im übrigen nehme ich ein neues Buch sehr ernst, das sich als „terrestrisches Manifest“ begreift. ZITAT:

Migrationen, Explosion der Ungleichheiten und Neues Klimaregime ein und dieselbe Bedrohung. Die meisten unserer Mitbürger unterschätzen oder leugnen, was der Erde widerfährt, sind sich aber der Tatsache, dass die Migration ihre Träume von gesicherter Identität gefährdet, vollkommen bewusst.

Zur Zeit sehen sie, von den sogenannten „populistischen“ Parteien stramm bearbeitet und aufgewiegelt, nur die eine Dimension der ökologischen Mutation: dass sie Menschen über ihre Grenzen treibt, die sie nicht wollen. Also denken sie sich: „Machen wir die Grenzen dicht, damit entgehen wir der Invasion!“

Die andere Dimension dieser Veränderung haben sie noch nicht so deutlich zu spüren bekommen: Das Neue Klimaregime fegt seit Langem schon über alle Grenzen hinweg und setzt uns allen Stürmen aus. Und gegen diese Invasoren sind unsere Mauern machtlos.

Wenn wir unsere Zugehörigkeiten und Identitäten verteidigen wollen, müssen wir auch diese form- und staatenlosen Migranten identifizieren, die da heißen: Klima, Bodenerosion, Umweltverschmutzung, Ressourcenknappheit, Habitatzerstörung. Selbst wenn ihr die Grenzen vor den zweibeinigen Flüchtlingen dicht macht, die anderen werdet ihr nicht aufhalten können.

„Ist denn niemand mehr Herr im eignen Haus?“

Nein, in der Tat. Weder die Souveränität der Staaten noch die Undurchlässigkeit der Grenzen sind noch in der Lage, Politik zu ersetzen.

„Aber dann ist ja alles offen; dann müssen wir draußen leben, vollkommen schutzlos, von Sturmwinden gebeutelt, vermischt mit allen, gezwungen, um alles zu kämpfen, ohne irgendwelche Sicherheiten, müssen pausenlos den Ort wechseln, auf jede Identität, allen Komfort verzichten? Wer kann denn so leben?“

Niemand, ganz richtig. Kein Vogel, keine Zelle, kein Migrant und kein Kapitalist. Selbst Diogenes hat Anrecht auf eine Tonne, der Nomade auf sein Zelt, der Flüchtling auf sein Asyl.

Glaubt denen keine Sekunde, die von der großen weiten Welt faseln, davon, aufs „Risiko zu setzen“, alle Sicherheitsnetze sausen zu lassen, und die weiter mit großer Geste auf den endlosen Horizont der Modernisierung für alle zeigen; diese scheinheiligen Apostel nehmen selbst dann nur Gefahren auf sich, wenn Komfort garantiert ist. Statt zu lauschen, was sie nach außen von sich geben, schaut lieber, was da auf ihrem Rücken glänzt: der sorgfältig gefaltete goldene Fallschirm, der sie vor allem Unbill der Existenz schützt.

Quelle Bruno Latour: Das terrestrische Manifest / edition Suhrkamp Berlin 2018 (Zitat S.18f)

(Fortsetzung folgt)

Oboade (Ghana)

Wiederentdeckungen

Durch die alte CD „Pieces of Africa“ mit dem Kronos Quartet bin ich auf Obo Addy gekommen (CD Tr. 6),

Oboade bei Kronos Quartet

direkt vor Kevin Volans, habe mich an eine unserer ersten afrikanischen Aufnahmen im WDR erinnert, vermittelt durch Dr. Robert Günther: mit dem Ensemble Oboade. (Mustapha Teddy Addy – gehörte er nicht dazu?). Wo sind sie geblieben? Eine interessante Reise in die Vergangenheit, deren Weg ich festhalten möchte: er führt nach Seattle, University of Washington. Hier. Der Name Robert Garfias könnte auch zur Organisation der Reise nach Europa und zum WDR gehören. Hinter ihm verbirgt sich eine ganze Reihe wertvoller Aufnahmen: siehe Hier. Robert Garfias (Wikipedia) Hier. Darin auch Durchklick-Optionen zu wissenschaftlichen Arbeiten von ihm. Falls es nicht funktioniert, wenigstens für die Arbeit zur Mbira-Musik in Zimbabwe ein separater Versuch: Hier: „THE ROLE OF DREAMS AND SPIRIT POSSESSION IN THE MBIRA DZA VADZIMU MUSIC OF THE SHONA PEOPLE OF ZIMBABWE“. (1979/80) Also kurz nach dem Buch von Paul Berliner (1978) herausgebracht, das auch im Literaturverzeichnis steht.

Leichte Musik con limpidezza

Was ist das?

Wenn wir es von Pop unterscheiden wollen: Womöglich das, was Friedrich Nietzsche beschrieb, als er einen Gegengott zu Wagner brauchte und deshalb die Musik von Bizet in den Himmel hob: sie habe „vor allem, was zur heißen Zone gehört, die Trockenheit der Luft, die limpidezza in der Luft. Hier ist in jedem Betracht das Klima verändert. Hier redet eine andere Sinnlichkeit, eine andere Sensibilität, eine andre Heiterkeit. Diese Musik ist heiter; aber nicht von einer französischen oder deutschen Heiterkeit. Ihre Heiterkeit ist afrikanisch“. Ist sie vielleicht auch amerikanisch? Was entsteht, wenn sich wirklich afrikanische Musik mit dem seriösesten Repräsentanten der westlichen Klassik verbindet, dem Streichquartett? Es gibt eine aktuelle Nachricht zur musikalischen limpidezza aus San Francisco, das Kronos Quartet ist eine neue Verbindung eingegangen:

Kronos & Trio Da Kali

Westafrika Mali Cover  Westafrika Mali

Ich denke zurück an die Zusammenarbeit WDR & World Network in den 90er Jahren, Mali, Senegal, Südafrika, Zimbabwe. Damals brachte das Kronos Quartet parallel die „Pieces of Africa“ heraus, deren CD zur meistverkauften Kammermusik-Publikation jener Jahre avancierte. Darauf auch „White Man Sleeps“ von Kevin Volans:

Zimbabwe Mbira Volans Zimbabwe Mbira rück

Das letzte Stück dieser CD wird im folgenden Youtube-Beitrag wiedergegeben. Es ist gewissermaßen das Bindeglied zwischen Bach und Mbira… Cembali: Kevin Volans & Deborah James, Hosho (Rassel): Robin Schulkowsky.

Die CD des Kronos Quartetts 1992:

Pieces of Africa Cover aPieces of Africa Cover b

Aus dem Vorwort des Erstdrucks der African Paraphrases von Kevin Volans 1984:

Volans White Man sleeps0001 Newer Music Edition Köln 1982

Aus dem Leben eines Musikethnologen

Peter Cooke im Interview mit Carolyn Landau

Persönliche Website Peter Cooke Hier.

Die Verlinkung unten in diesem Beitrag führt zur British Library und soll dazu verführen, das unvergleichliche Archiv SOUNDS zu nutzen und weiterzuempfehlen. Wichtig ist es, die rechtlichen Limits dieses Gebrauchs zur Kenntnis zu nehmen, die ich hier nur andeutungsweise zitiere:

The recordings on this website are governed by licence agreements between the British Library and the Licensors. The material is intended solely for the purposes of teaching, learning and research. Any misuse of the materials such as illegal file sharing, misquotation, misappropriation or decontextualisation constitutes a breach of these agreements. Please treat the materials with respect as a failure to do so constitutes a breach of the trust we have built up with the licensors.

The British Library Board acknowledges the intellectual property rights of those named as contributors to this recording and the rights of those not identified. (Fortsetzung siehe dort.)

  • Inhaltsübersicht (rote Markierung JR)

    Track 1 [51:24] [Session one: 7 July 2010] Peter Rich Cooke (PC) was born in Cardiff 1930. Discussion of PC’s upbringing, parents and earliest memories and experiences of music. When PC was born his father was a leading motor mechanic in Cardiff at Howell’s store. PC’s mother was grand-daughter of a German (possibly Jew) who escaped from Brunswick in about the 1830s and married a recycler/rag and bones man, through whom she met PC’s father. Describes his roots as peasant. Moved from Cardiff to Western-Super-Mare when PC was 5 years old for father’s work, which switched to aircraft mechanics, which he did during the War. Mother played parlour piano, father loved to sing old Irish songs (in Anglo-Irish), which he’d learned from his father whose family had worked for a period in Ireland. Father was also a good chorister. PC had 5 brothers (he was number 4), all of whom were choristers at an anglo-catholic church. Description of early memory singing at Wells Cathedral aged about 8 or 9. Attended local grammar school, where music teacher informed PC’s family that PC ought to have piano lessons, which PC received from this man. PC learned how to sight read and learned much repertory. Description of other musical experiences , which led to him being able to study music at university. 1949 went to Cardiff University to study music. Discussion of parents’ attitude towards PC’s musical education. Recounts vivid memory of entire family singing in harmony around the piano and brothers arguing because they all wanted to sing harmonies and not the tune. Recollects making decision to pursue music aged about 15. Description of father’s encouragement of all brothers’ education. Discussion of why he chose Cardiff University, where he also did a PGCE before going into teaching. Description of repertoire he learnt at university, being entirely Western Classical music, but of other informal musical experiences singing and playing without notes. Description of learning cello with an adult orchestra and meeting some excellent string players with whom he played piano. Description of first teaching job in a boarding school Shropshire, including playing organ for a local church, followed by second job in a comprehensive school in Coventry. Description of his use of the recorder (wind instrument) as a useful teaching aid in schools, as well as a performer on this instrument. Description of next job as head of department at comprehensive school in Bristol, in the early days of comprehensive schools; students were very keen and high achievers. Description of widening the curriculum, following discussions with students and parents, leading – after three years as a teacher trainer – to his first trip to Uganda. Description of the influence of The Beatles in his teaching and interest in World Music. Description of how opportunity to train teachers in Uganda arose and of his research prior to leaving the UK for East Africa, including a meeting with Paul and Andrew Tracey whilst they were in London in 1964, where he received his first amadinda lesson (backstage before their show “Wait a Minim!”). Description of records of African music that he had collected prior to going to Uganda. Remembers possibly joining the Society for Ethnomusicology before leaving for Uganda. [25:55] Discussion of PC’s concept of ethnomusicology at this stage, which he describes as ‘nil’, since the word wasn’t known. Description of a note from Maud Karpeles saying the word should be avoided at all costs, since ‘Folk Music’ was fine. Description of first job in Uganda in a secondary school on Makerere University campus, which had been built up by expatriates. Description of music that already existed there including Western and some Ugandan music. Description of other teachers at the school, who were from all sorts of different backgrounds including many excellent Western instrumentalists. Discussion of what PC aimed to do in first instance, answering various questions: What should music education in Uganda be about? Where does the study of Ugandan music come into it? Remarks on how he enjoyed the challenge of being at the teacher training college where he could affect the syllabus, which often neglected Ugandan music. Description of what Ugandan music was being performed. Remembers John Blacking’s research trip to Uganda in 1965 from South Africa whilst PC was there, during which he gave 2 short courses in African music, and encouraged PC to pursue his own research, and also conducted 2 field trips around Uganda with PC and others, making recordings (most of these tapes are archived in PC’s collection in BL). Description of Blacking’s impact on PC in terms of bringing a more anthropological approach to his way of researching. Description of Wachsmann’s trips back to Uganda during PC’s time there – in 1966 and 1968 (?) to give lectures and make more recordings and do more fieldwork. Further discussion of significance of Blacking’s and Wachsmann’s seminars for PC and for the shaping of African musicology. Mentions Ken Gourlay who accompanied Blacking on a recording trip to the Karamajong. Further discussion of Blacking’s impact on PC, particularly in his research themes, such as a survey or flutes across Uganda, as well as his use of his own students in helping to conduct research in different regions – descriptions of his visits to students’ homes. Mentions how he was influenced by Hugh Tracey in terms of the importance of documenting and classifying his recordings – and passing on these documentation sheets to his students for the recordings they made also. Remembers first reading Alan Merriam, as a result of meeting Blacking. Description of Wachsmann’s influence on PC, describing him as a man of few words, opposite of Blacking; memory of Wachsmann’s approach to making high quality recordings in various ways: respecting the individual musicians, what they wanted, their sound ideas and motivations, which PC reflects as slightly running against the grain of the folk music movement of the time; importance of seeking out and working with high quality musicians. [48:25] Description of PC visiting Uganda Museum in Kampala to find and use Wachsmann’s recordings initially and then later in the 1980s, when PC facilitated the copying and archiving of the collection, which PC remembers as a disaster as the Nagra that PC had brought over from Edinburgh University wasn’t cleaned properly while in use at the Uganda Museum.

  • Description

    Interview with Peter Cooke (1 of 3). The ethnomusicologist talks about his research. Interviewer: Carolyn Landau.

    • Aufzufinden im Originalton HIER. (Teil 1)
    • Fortsetzung HIER (Teil 2, dort ebenfalls mit zugehöriger Inhaltsangabe)
    • Weitere Fortsetzung HIER (Teil 3, ebenfalls mit zugehöriger Inhaltsangabe)

Hugh Tracey Ngoma Titel Hugh Tracey Arbeit

An Introduction to Music for Southern Africans (1948) / Die Folgen siehe HIER.

Merriam Cover  Merriam Inhalt

Bloomington, Indiana, 1963

Blacking Cover  Blacking letztes Kapitel

University of Washington Press 1973

Auf der Suche nach der nubischen Melodie

Materialien zum Ägyptischen Konzert

ERSTER SATZ bis ca. 13:00 Im zweiten Satz suchen: ab 13:50. (Ja, ab 17:25 „nubisches Thema“ siehe Notenbeispiel unten).

00:00 – Allegro animato
11:44 – Andante
22:27 – Molto allegro

Nubisches Thema ab 14:48 bis 16:50 (Andante)

Nubisch a Nubisch b Nubisch c

Wikipedia zu: Ägyptisches Konzert von Camille Saint-Saëns

Was geschah in Nubien? JR Erinnerung an 1961. Assuan. Damals beschäftigten mich Zeitungsberichte über die geplante Verlegung des Tempels von Abu Simbel. Für meine Phantasien waren ausschlaggebend die (anthroposophischen) „Ideen zur Kunstgeschichte“ von Gottfried Richter. (Es passte zu den „ganzheitlichen“ Welterklärungen von Jean Gebser, die mich damals bewegten. Auch im Zusammenhang mit Aurobindo.) Über die Probleme, die der Assuan-Staudamm verursacht hat, siehe hier. Meine Empörung damals bezog sich allein auf den Frevel an den Stein-Monumenten. – Die Geschichte der Entzifferung des Steins von Rosette hatte mich schon seit Jahren interessiert (wohl angeregt durch „Götter, Gräber und Gelehrte“). Natürlich ahnte ich nicht, dass ein Freund aus jener Zeit, dem ich manche Anregung verdanke, eines Tages der Landschaft und den Menschen um Luxor eng verbunden sein würde. Sein Essay beginnt mit dem Blick auf die Leidtragenden der Assuan-Aktion, das Wort Zwangsdeportation steht im Raum:

„Horus“, die Zeitschrift der Egyptair, berichtet in ihrer Ausgabe vom November 2013 über den Hochdamm von Assuan, der nach 10jährigem Bau im Jahre 1971 eröffnet wurde. Er wird als Jahrhundertwerk gepriesen und in seiner Bedeutung verglichen mit den Tempeln der Pharaonen und dem Bau des Suezkanals. Dann wird daran erinnert, dass man Jahre vor der Überflutung, welche das Land der Nubier in einen etwa 550 km langen Stausee verwandeln sollte, ein anderes, nie dagewesenes Projekt realisiert hat: Nach einer von der UNESCO lancierten internationalen Kampagne werden die Tempel von Abu Simbel, von Philae und andere demontiert und an höher gelegenen Orten wieder aufgebaut. Nachdem der Verfasser diese Rettungsaktion gewürdigt hat, vermerkt er in einem einzigen Satz, dass „über 90.000 Nubier umgesiedelt werden mussten“.

Weiteres siehe hier.

***

Von Camille Saint-Saëns‘ Reise nach Oberägypten hatte ich damals keine Ahnung, und von seinen Werken kannte ich vielleicht nur „Introduction und Rondo capriccioso“ op. 28 für Violine. In einer WDR-Sendung habe ich es Jahrzehnte später mit südindischem Geigenspiel kombiniert. Und heute bin ich immun gegenüber Klangverfremdungen aller Art, wenn sie mich nur auf die Spur eines authentischen Originals setzen. Die Melodie des Beispiels, das zu dem folgenden Gedicht gehört, entspricht nicht dem Thema, das Saint-Saëns aufgezeichnet hat, aber in der Nähe könnte es zu finden sein…

***

In die Fremde gingen wir
die Freunde sind weit fort
um uns in die Arme zu nehmen (…)
Oh Dorf, mein Dorf
ich vermisse dich so sehr
oh Dorf, mein Dorf
ich verlasse dich mit Reue
im fremden Land erinnere ich mich an dich (…)
Oh Dorf, mein Dorf
glücklich, dir anzugehören
oh Dorf, mein Dorf.“

Quelle: Christa Laila Meryam Hatshebsut: Die Welt der 99 nubischen Lieder – World of 99 Nubian Songs – Dunya emillo wer damenil ow Nubi – عالم التسعة وتسعين أغنية نوبية, mit Audio-CD, Al-Hadara Publishing, Kairo 2/2012 (Buch und CD liegen mir noch nicht vor, sind aber unterwegs JR) Im übrigen siehe folgenden Essay: „Nubien, mein ertrunkenes Land“ von Hans Mauritz (Dezember 2013), illustriert von Claudia Ali: HIER.

Neues aus Madagaskar

Erick Manana & Dama: VAONALA

madagaskar-peter-finger

madagaskar-acoustic-label distributed by Rough Trade

madagaskar-text-fuhr

Ich nehme dieses wunderbare Dokument lebendiger madegassischer „Weltmusik“ zum Anlass, die Grundlagen der eigenartigen Harmonik zu thematisieren, die – soweit ich weiß – kaum zum Gegenstand der Forschung gemacht wurden.

Die frappierende Originalität der Musik Madagaskars, die einen selbstverständlichen Umgang mit den postkolonial gezeichneten Traditionen umfasst und ausbaut, lässt uns doch fragen, was wohl schon in der frühen Zeit des Kolonialismus und der Missionierung dort implantiert wurde, und weshalb man darüber in der wissenschaftlichen Literatur wenig erfährt.

Im Lexikon MGG (Musik in Geschichte und Gegenwart, Sachteil, Band 5, Sp. 1531 ff, Madagaskar 1996) schreibt August Schmidhofer (s.a. hier) im Abschnitt Stilregionen:

Die Musik der Hochlandvölker, vor allem der Merina und Bersileo, wurde am stärksten durch europäische Leitbilder geprägt. Von 1820 an konzentrierten sich die Missions-, Handels- und diplomatischen Beziehungen auf diesen Teil der Insel. Mit großer Effizienz wurde die Missionierung vorangetrieben, insbesondere durch die LondonMissionary Society und die Norske Misjonsselskap (Norwegische Missionsgesellschaft), nach der französischen Okkupation des Landes verstärkt durch Katholiken. Die Ausrottung zahlreicher Erscheinungsfomen traditioneller Kultur ging Hand in Hand mit der Verbreitung liturgischer Musik. Die Einrichtung einer Militärmusik im Heer der Merina und die Gründung von Musikschulen nach europäischem Vorbild schon im 19. Jahrhundert verstärkten und festigten den Einfluß abendländischer Musikkultur.

Der Übernahme folgte die Adaption und Umformung. Schon König Radama II. (1861-63) hatte Klavierstücke, die eine Hinwendung zu madagassischen Idiomen zeigen, komponiert. Diese ‚Malgaschisierung‘ erfaßte bald auch die Kirchenmusik – vornehmlich die katholische – und ließ in der Folge eine Zahl bis in die Gegenwart lebendiger synkretistischer Traditionen entstehen, die heute freilich als Produkte der eigenen Kultur betrachtet werden.

Dieser letzte Halbsatz scheint mir ein Schlüssel zum Verständnis der besonderen geschichtlichen Situation und sollte nicht als Versuch einer neuen kulturellen Vereinnahmung im Nachhinein gesehen werden. Eine Bewertung der verschiedenen Elemente, die in eine Kultur eingegangen sind, und dass es überhaupt solche „fremder“ Herkunft sind, hat auf jeden Fall zu unterbleiben. Nach hundertjährigem Gebrauch gibt es keine fremden Elemente mehr.

Um es deutlich zu machen: Dieser Text ist die Klärung eines persönlichen Defizits und bezieht sich nicht klärend auf die CD, die mich berührte. Ich sehe nur bei diesem besonderen Anlass, dass mein Defizit schon jahrelang leicht zu beheben gewesen wäre.

Hier folgt der Anfang des letzten Kapitels im Garland-Africa-Band, wo auf die Wirkungen der Missionarstätigkeit näher eingegangen wird:

madagaskar-garland

Quelle Mireille Rakotomalala: Performance in Madagascar / in: Africa – The Garland Encyclopedia of World Music / Editor: Ruth M. Stone / Garland Publishing New York and London 1998 (Seite 781- 792)

Zu dem in diesem Text im Zusammenhang mit Marc Bloch genannten Wort Deme, bei dem wir nicht grundlos aufhorchen, finde ich eine Auflösung HIER.

***

Deme? Ja, heute, auf der Nachhausefahrt von Bonn fiel es mir wie Schuppen von den Augen: „Dama & Erick Manana“ – natürlich, Erick ist mir seit einigen Jahren gut bekannt, (seit einigen Jahren!), aber Dama – habe ich ihn vielleicht vor Jahrzehnten kennengelernt??? MAHALEO. Schauen Sie HIER unter 1983! Und schauen Sie im Jahr davor: „Tsialonina“, dies war mein Schlüsselerlebnis mit Madagaskar. Vermittelt wurde es damals durch Armin Kerker. Das Lied, das mir damals die Tränen in die Augen trieb und das für mich bis heute zu den ergreifendsten gehört die ich kenne, hat die Sängerin Mireille gesungen, der ich nie wieder begegnet bin. Ebensowenig habe ich je die große Ballade von Dama [Zafi]Mahaleo vergessen: „LENDREMA“. (Siehe auch hier.) 1991 wurde aus der WDR-Aufnahme die folgende CD für eine französische Freundschafts-Initiative hergestellt.

madagaskar-mahaleo madagaskar-mahaleo-cover-vorn madagaskar-mahaleo-cover-rueck

Ich bin nicht ganz sicher, wer von den oben abgebildeten Interpreten der Sänger Dama war. Das wird also noch herauszufinden sein. Was mich aber elektrisiert, ist die Tatsache, dass eins der Stücke von damals auch auf der neuen CD mit Dama & Erick Manama enthalten ist, nämlich „Madirovalo“, damals Track 12. Nichts ist interessanter als zwei derart authentische Aufnahmen, die im Abstand von 33 Jahren stattgefunden haben. Hier sind die entsprechenden Seiten des Booklets der neuen CD.

madagaskar-dama-madirovalo

Burundi 1967

OCORA ermöglicht eine Wiederbegegnung mit den alten Königstrommeln

Man kann Einzeltitel anspielen HIER (beginnen mit Tr.12) Aber Tr.1 u.a. nicht vergessen: Flüstergesang zur INANGA-Zither!

burundi-tr-aburundi-tr-b

burundi-trommeln

burundi-cd-rueck

burundi-cd-cover-vorn

Wie ist die Lage in Burundi heute? Zur Einführung siehe Wikipedia hier. Auch separat zur Geschichte Burundis.

Wann habe ich die Musik kennengelernt? Ich war immer wieder elektrisiert durch diese präzisen, aber unberechenbaren Rhythmen und hatte ein solches Ensemble für den WDR einladen wollen (fürs Festival auf dem Domplatz). Wenn ich recht erinnere, kam damals das schreckliche Gemetzel dazwischen, mit dem ich mich jetzt nicht beschäftigen will. Sonst sagt man leicht: wer sich für diese kraftstrotzenden Trommeln begeistert, steht ohnehin auf der falschen Seite. Falsch! (Nachzulesen hier.) Es muss also wohl 1994 gewesen sein.

Die Aufnahmen dieser CD stammen aus dem Jahr 1967. Wer heute Vergleichbares auf youtube sucht, bekommt anhand der Laien-Filme eine ungefähre Vorstellung von dem, was sich visuell und physisch abspielt, wie also die Wechsel zwischen Solisten und Gesamtgruppe verlaufen, welche Bewegungen man sich bei den Tänzern vorzustellen hat und dass die Stimmen und Gesänge von den Mikros kaum zu erfassen sind, vor allem fällt aber noch folgendes auf: eine solche Wucht der Rhythmen, eine solche Genauigkeit in ihrer Unregelmäßigkeit wie damals findet man – soweit ich sehe – in keiner neueren Dokumentation wieder. Ich spreche nicht vom Show-Charakter, der bei Vorführungen in westlichem Umfeld unvermeidlich ist, – das könnte allenfalls zu einer Übertreibung des Circensischen führen -, aber was mich stört, ist gerade der Charakter einer Verharmlosung des Kraftaktes in den Trommeln. (Ich spreche nicht von den Sprungleistungen der Athleten. Und ohnehin: ich kann mich in der Beurteilung vollständig irren!)

Einen gut informierten und informierenden Text von Ulli Langenbrinck über die Burundi-Trommler, die tatsächlich im Mai 2013 auch in Köln waren (im Gegensatz zu mir), liest man im Programmheft der Kölner Philharmonie HIER. Für mich wäre ein weiterer Schritt der Versuch, jetzt die Regel der unregelmäßigen Rhythmen zu erkunden.

burundi-trommeln-skizze

Gesagt, getan. Eine erste, sehr provisorische Skizze liegt vor, ich glaube, dass ich der Sache so näher komme: die Vierergruppen sind rein heuristisch gedacht, nicht um eine divisive Auffassung der Zeit festzuschreiben. Vermutlich kommt man zu einer anderen, pausibleren Lösung, wenn man den additiven Vorgang darzustellen sucht. Die Skizze wird im Laufe der Arbeit mindestens einmal ausgetauscht. Es wäre mir lieber, ein  anderer Forscher hätte diese Notation für mich erledigt, so wie Johannes Behr im Fall der Malinke-Trommeln, die ich nicht genug rühmen kann!!! (WERGO-CD). Brauchbare Idee: ab demnächst stelle ich mir die Vorlage der Skizze mit Hilfe des Buchstabens o her. Folgendermaßen: oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo oooo

Ganz anders liegt der Fall beim Chant à voix chuchotée, dem Flüstergesang Tr.1 u.a., dazu gibt es eine Riesenhilfe, mehr als 40 großformatige Seiten einer musikethnologischen Analyse: Issues of Timbre: The Inanga Chuchotée von Cornelia Fales.

garland-inanga

Man ahnt, wohin die Reise geht. Es lohnt sich…

Am interessantesten fand ich den Hinweis, dass zuweilen auch dazu getanzt wird. Ein subtiler und graziöser Tanz, eher von fließendem als von scharf rhythmischem Charakter. Möglichst von Frauen getanzt, mit gewundenen, geschmeidigen Armbewegungen und gebogenem Nacken, dazu kleinen, eigenständigen Bein- und Fußbewegungen – ein Tanz, der von Murundi-Beobachtern als katzenhaft beschrieben wird.

Ausblick 27. Dezember 2016 dpa-Meldung betr. Nigeria

nigeria-vogels-a Solinger Tageblatt

Afrika sehen und hören

Mauretanien – Mali – Malawi

afrika-malawi

mauretanien-screenshot-2016-11-07-19-56-56

afrika-mauretanien

mauretanien-frauen-wueste-screenshot-2016-11-07

mauretanien-screenshot-2016-11-07-20-00-52

Durch die Jahrhunderte war / Chinguetti das Ziel aller Karawanen / Für all jene, die das Wissen / und den Austausch suchen

Chinguetti ist die Mutter all / jener, die aus allen Himmelsrichtungen / der Welt gekommen sind.

Die gekommen sind, hier zu leben und zu sterben / Und die ihre Geschichte geteilt haben / Oh! Seht diese Häuser in Trümmern! / Seht wie die Dünen sie versandet haben!

Diese Häuser gewährten / Menschen Unterkünfte, / die die Größe Chinguettis / geschaffen und geschützt haben.

Wieder zu Wüste geworden, / wohnt hier der Atem des Windes, / wächst keine Pflanze hier, / keine Wolke, um sie zu bedecken.

Bis zur Ankunft einer Gruppe / Araber, die sie bewohnt haben, / die sie erweckt haben /

Und heute scheint Chinguetti / müde, müde vom Kampf / um ihre Existenz / Ihre Palmen! Ihre Dünen!

Kommt und gebt ihr das Grün zurück, / kommt und gebt ihr das Lächeln zurück/ gebt ihr das Leben, das sie beansprucht, / zurück, denn sie träumt es zu haben / seit Jahrhunderten.

(Ausschnitt aus einem Gedicht von Leila Mint Chigali Ahmed Mahmoudi, vorgetragen in Nouakchott 18.4.2015. Sie bittet darin den Präsidenten, die Menschen von Chinguetti zu unterstützen. Übertragung: Edda Brandes.)

 

afrika-mali . . . . afrika-malawi-malamusi-cover afrika-malawi-malamusi-inhalt

(Text folgt)